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*Liebe Unterstützer:innen und Interessierte,*

euer Leben wird gerade sicherlich in vielerlei Hinsicht von der Corona-Pandemie bestimmt. Ich hoffe, ihr seid gesund und euch treffen die Folgen der Corona-Bekämpfung nicht zu hart. Ich bin kein Experte für Gesundheit oder Epidemiologie. Aber sobald ich mir die Zahlen genauer angeguckt hatte, war es für mich als Naturwissenschaftler absolut einleuchtend, dass das "*Bleibt zu Hause!*", also eine massive Beschränkung der direkten Kontakte von Menschen untereinander, notwendig war und ist. Mehr dazu unten im Abschnitt " Corona - ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass drastische Maßnahmen angezeigt waren".

Wie sind die Themen *Corona und Klimaschutz* miteinander verbunden? Unten Gedanken zu drei Aspekten:
* "I want you to act as you would in a crisis"- Parallelen und Unterschiede zwischen Corona- und Klimakrise
* Die Corona-Krise zieht eine Wirtschaftskrise und riesige Hilfspakete nach sich. Wenn wir uns dadurch nicht die Zukunft verbauen wollen, dann muss das so gestaltet werden, dass die Wirtschaftshilfe für Corona-Geschädigte auch dem Klimaschutz dient, mehr dazu unten.
* Die Corona-Krise zeigt: Wir Menschen sind ein Teil der Natur. Was bedeutet das für die Bewältigung der Klimakrise?

UND dann ist es natürlich auch bei Klimaschutz For All weitergegangen: Am 24.2. hat die Bremer Bürgermeisterin Maike Schäfer beim #NeustartKlimaFindorff Fest den *Startschuss für den Modelllauf von Klimaschutz For All* gegeben. Am 27.2. wurde dann mit dem ersten Themenabend in die Arbeit gestartet. Kurze Zeit später stand dann auch die App zur Verfügung, die jetzt schon fleißig genutzt wird.

Mit dem Start des Modelllaufs sind wir auch die Titelgeschichte des Findorff Magazins geworden. Den zugehörigen Artikel könnt ihr auch online lesen. Und wenn ihr noch eine Seite weiter blättert, dann kommt ihr zu dem Artikel über das Projekt Visionskultur, in dem auch Klimaschutz For All jetzt einen Co-Working space hat.

Bleibt gesund und mit besten Grüßen Uli

*Corona - ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass drastische Maßnahmen angezeigt waren*
Die Notwendigkeit, die direkten Kontakte von Menschen untereinander massiv zu beschränken, um die Corona-Pandemie einzudämmen, ergab sich für mich aus einer relativ einfachen Rechnung: Ich habe den exponentiellen Anstieg der realen Fallzahlen Mitte März in eine Formel gepackt. Anhand dessen war zu sehen, dass wir bei einem ungebremsten Verlauf schon Anfang April bei täglich über 100.000 Neuinfektionen gewesen wären. Das hätte unser Gesundheitssystem auf jeden Fall überfordert. Natürlich weiß niemand, ob die Kurve wirklich so weiter verlaufen wäre, aber - und hier gibt es ganz klar eine Parallele zum Klimawandel - da es eine relevant hohe Wahrscheinlichkeit gab, dass es so kommt, musste dafür gesorgt werden, dass der exponentielle Anstieg gebremst wird. Das scheint jetzt der Fall zu sein. Ein Danke also an die Allermeisten, die sich auf die drastische Reduzierung der nicht unbedingt erforderlichen Kontakte eingelassen haben und immer noch einlassen.

*"I want you to act as you would in a crisis"- Parallelen und Unterschiede zwischen Corona- und Klimakrise*
Die Corona-Pandemie hat sowohl weltweit, als auch in Deutschland zur Umsetzung von sehr drastischen Maßnahmen zur Bewältigung der Krise geführt. Wir sehen heute den drastischen Unterschied zwischen dem, wie auf die Corona-Pandemie als Krise reagiert wird, und dem wie die drohende Erdüberhitzung als Nicht-Krise behandelt wird. Aber nur manches von dem, wie jetzt vorgegangen wird taugt wirklich als Vorbild für den Umgang mit der Klimakrise. Wie Alex Tembarth und Seaver Wang vom Breakthrough Institute betonen, würden nur wenige Menschen Begeisterung für mehr Klimaschutz entwickeln, wenn sie damit verbinden, dass es auf Jahre hinaus Einschränkungen gibt, die ähnlich massiv sind, wie die, die jetzt im Zuge von Corona für einige Wochen oder Monate erforderlich sind. Von daher ist klar: Eine andere Art von Krise erfordert eine andere Art von Maßnahmen. Aber die Bereitschaft, bisher undenkbare Dinge zu Gunsten einer Krisenbewältigung doch zu tun, könnten wir auch für die Bewältigung der Klimakrise gebrauchen. Bei der Klimakrise könnte das z. B. das Prinzip der Freiwilligkeit und Wirtschaftlichkeit bei der Sanierung von schlecht gedämmten Häusern sein. Und genau wie in der Corona-Krise müsste dann denen, die das in finanzielle Bedrängnis bringt, vom Staat geholfen werden. Seien es Mieter:innen, Hausbesitzer:innen oder Wohnungsbaugesellschaften. Es werden gerade 600 Mrd € mobilisiert, um die Wirtschaft zu stützen. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Ziele des Pariser Abkommens erreichen ließen, wenn weltweit 2 % des jährlichen Brutto-Inlands-Produktes (BIP) für den Klimaschutz ausgegeben würden. Da das deutsche BIP bei 4.000 Mrd € liegt, würden 600 Mrd € beim Klimaschutz ausreichen, um fast ein Jahrzehnt Klimaschutz mit der nötigen Ambition zu finanzieren.

* *Wirtschaftshilfe für Corona-Geschädigte, die auch dem Klimaschutz dient*
Die riesigen Summen, die zur Bewältigung der Corona-bedingten Wirtschaftskrise mobilisiert werden, lassen ahnen, dass der Klimaschutz in nächster Zeit nur dann voran kommen wird, wenn die Corona-Wirtschaftshilfe auch dem Klimaschutz dient. Gelingt dies nicht, wird es nur allzu oft heißen, dass wegen der Wirtschaftskrise leider keine Kapazität und kein Geld mehr vorhanden ist, um sich auch noch um Klimaschutz zu kümmern. In einem offenen Brief fordert deshalb ein Zusammenschluss von Stiftungen, dass die schnelle Unterstützung der Europäischen Wirtschaft im Zusammenhang mit der Corona-Krise und die große Bedeutung des Jahres 2020 für den internationalen Klimaschutz zusammen gedacht werden können und müssen. Konkrete Vorschläge dafür finden sich in einer Ausarbeitung, die Greenpeace in Auftrag gegeben hat. Überzeugt euch das? Dann verbreitet solche Ideen und schreibt vielleicht mal an eure Bundestags- oder Bürgerschaftsabgeordneten und macht ihnen deutlich, dass ihr euch die Verknüpfung von wirtschaftlichem Wiederaufbau und Klimaschutz wünscht.

*Die Corona-Krise zeigt: Wir Menschen sind ein Teil der Natur*
Für mich gibt es eine ganz starke Verbindung zwischen der Corona- und der Klimakrise auf der Ebene des Verhältnisses von Mensch und Natur. Oft wird so gehandelt, als ob der Mensch außerhalb und über der Natur steht. Der Corona-Virus zeigt deutlich, dass wir Teil der Natur sind und bei weitem nicht allen Widrigkeiten des Lebens mit einer menschlichen Erfindung etwas entgegen zu setzen haben. Beim Klimaschutz fehlt diese Erkenntnis an vielen Stellen: Wir werden nicht in der Lage sein, die Folgen eines ungebremsten Klimawandels durch technische Maßnahmen auszugleichen: Deiche lassen sich nicht beliebig hoch bauen; noch weiß niemand, ob wir CO2 wieder aus der Luft herausholen können; und die phantasierte Klimaregulierung durch eine gezielte Veränderung der Atmosphäre (Geo-Engineering) hätte vollkommen unabsehbare Folgen. Dazu kommt, dass die technischen Lösungen fast alle ein Gerechtigkeitsproblem haben: Sie funktionieren im Zweifelsfalle besser für den reicheren globalen Norden, der sie sich leisten kann. Den Menschen im ärmeren globalen Süden hingegen, die zumeist wenig zur Erdüberhitzung beigetragen haben, stehen sie dagegen im Zweifelsfalle nicht zur Verfügung. Eine Botschaft, die wir aus der Corona-Krise mitnehmen sollten, ist von daher, dass wir schleunigst mit dem anfangen, was wir tun können. Schön, falls irgendwer demnächst was Tolles erfindet, dass Klimaschutz zum Kinderspiel macht. Aber darauf können wir nicht warten und darauf dürfen wir nicht setzen.

* Wir können und müssen jetzt aus Kohle, Öl und Gas aussteigen und dafür Photovoltaik (weg mit dem PV-Deckel => Info- und Aktions-Link) und Windkraft (weg mit der pauschalen Abstandsregel) massiv ausbauen,
* eine Verkehrswende hin zu einer viel öffentlicheren und grünen Mobilität kann jetzt in Angriff genommen werden
* wir brauchen besser gedämmte Gebäude und weniger Bauen und
* her mit einer Agrar- und Ernährungswende, bei der weniger tierische Lebensmittel gegessen und in größerem Einklang mit der Natur hergestellt werden.

Das alles ist ab sofort machbar. Lasst uns das im Kleinen tun und setzen wir uns dafür ein, dass die Politik es im Großen umsetzt.

Liebe Unterstützer:innen und Interessierte,

stürmische Zeiten; da draußen vor unseren Fenstern und auch bei uns im Projekt. Mein kleines Video zu der Frage, was die Schulschließungen bei einem herannahenden Sturmtief mit der Klimakrise zu tun haben, findet ihr bei Twitter> .

Im Projekt gibt es gerade kräftigen Rückenwind:
• Die Crowdfundingkampagne für den Modelllauf ist geschafft; 10.800 € sind beisammen. DANKE!! an alle, die gespendet, die die Kampagne geteilt oder uns sonst wie unterstützt haben. Sekt trinken musste leider ein bisschen verschoben werden.

• Wir haben Fördermittel eingeworben für gut die Hälfte der 173.000 €, die benötigt werden, um das Projekt Klimaschutz For All auf ganz Bremen auszuweiten: 73.000 € vom Bundesumweltministerium und 20.000 € von der Bremer Umweltprojekteförderung.

• Alle 25 Plätze für eine Teilnahme am Modelllauf in Findorff sind vergeben. Ab dem 27.2. beginnt dann "die Arbeit": Wir starten mit einem Themenabend in den Themenmonat Bilanzierung.

• Aber vorher muss - hoffentlich mit euch! - gefeiert werden! Beim #NeustartKlimaFindorff am 24.2. (Achtung Terminänderung) ab 16:30 Uhr im Klimacafé Findorff, Münchener Str. 146 feiern wir den Start des Modelllaufs und haben die Bürgermeisterin Maike Schäfer zu Gast. Bei dieser Feier wird auch der Neustart unseres Kooperationspartners Klimazone Findorff als gemeinnütziger Verein begangen.

In Bremen ist morgen der Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier zu Gast beim Schaffermahl. Der benötigt für seinen Kurs in der Energiewende, beim Kohlekompromiss und in der Klimapolitik im Allgemeinen definitiv noch Gegenwind. Für diesen soll morgen von 12:30-13:30 Uhr auf dem Marktplatz gesorgt werden. Kommt vorbei!

Die winds of change werden uns weiterhin mal antreiben und mal ins Gesicht blasen. Also: Hol di fuchtig
Uli

Zwei wesentliche bürokratische Hürden wurden jetzt erfolgreich genommen: Seit dem 9. Januar ist Klimaschutz For All ein eingetragener und gemeinnütziger Verein. Das war eine wichtige Voraussetzung um Fördermittel bekommen zu können und gibt der ganzen Sache eine klare Form.

Wie ihr wisst, wollen wir das Programm Klimaschutz For All in ganz Bremen ausrollen. Klimaschutz For All wird dann organisatorisch so aufgestellt, dass mehrere 100 Menschen an dem Programm teilnehmen können. Trotzdem bleibt es ein Programm, das vor Ort stattfindet und vom Austausch von Menschen untereinander lebt. Um den Übergang stemmen zu können und die benötigten Strukturen aufzubauen, benötigen wir ein Gesamtbudget von etwa 170.000 €. Jetzt haben wir die Mitteilung erhalten, dass wir dafür eine Förderung von 73.000 € vom Bundesumweltministerium und 20.000 € von der Bremer Klimaschutzbehörde bekommen. Mit dieser guten Nachricht im Rücken gehen wir ab März gestärkt daran, den Rest zusammen zu bekommen. Ein weiteres wichtiges Puzzleteil dabei sind die 20.000 € Eigenmittel, die wir im Rahmen einer Neuauflage der Fundraisingkampagne einwerben werden. Aber nicht jetzt, denn zur Zeit steht der Start des Modelllaufs Ende Februar im Zentrum aller Aktivitäten.

Die für den Modelllauf benötigten Mittel sind so gut wie beisammen: Die Spendensumme dafür steht bei fast 10.000 €. Wir freuen uns unglaublich darüber, dass ihr uns bis hierhin so viel Vertrauen geschenkt habt und sagen ein herzliches DANKE! Bitte erzählt jetzt noch einmal fleißig weiter, warum ihr unser Klimaschutzprojekt unterstützt, damit wir die letzten 857,50 € für den Modelllauf auch noch gestemmt kriegen.

Warum können die denn plötzlich auf 20.000€ verzichten? Können wir nicht! Ja, das ursprüngliche Crowdfundingziel war 30.000 €. Aber: Obwohl Crowdfunding uns nicht nur Geld eingebracht sondern auch Kraft gegeben hat und Spaß macht, macht es auch sehr, sehr viel Arbeit. Das letzte Jahr haben wir fast komplett ehrenamtlich gestemmt, oft am Abend und an den Wochenenden. Trotzdem reichen die Kapazitäten gerade nicht, um gleichzeitig Fundraising zu machen und den Start des Modelllaufes von Klimaschutz For All am 20.2.20 (SAVE THE DATE!) weiter so vorzubereiten, dass er den Teilnehmenden möglichst viel Unterstützung in ihrem Klimaschutzhandeln bietet. Deshalb müssen wir die noch fehlenden 20.000 € wann anders zusammen bekommen. Das ist machbar, weil die für das Projekt "Programmstart von Klimaschutz For All in ganz Bremen" benötigt werden, das voraussichtlich "erst" im August starten wird.

Deshalb beenden wir die laufende Kampagne, wenn der Modelllauf bei 10.800 € gesichert ist. Bitte teilt die Fundraising-Kampagne noch einmal mit klimaschutzinteressierten Freund:innen, Nachbar:innen, Kolleg:innen ...

Liebe Unterstützer:innen und Interessierte,
Wow, was für ein Jahr: 2019 ist aus einer Idee, die ich vom Klimagipfel in Katowice mitgebracht habe, ein Projekt geworden, dass in 2020 weiter wachsen wird. Hier mein Rückblick auf das Klimaschutz For All Jahr in drei Schlaglichtern:

Sternchen-Stunden:

- Wenn sich ein Profi für Klimakommunikation einer großen online-Redaktion für die Idee und Herangehensweise von Klimaschutz For All begeistert
- ich erlebe, dass es gelingt Menschen auf einer Veranstaltung zu motivieren und zu inspirieren
- sich Menschen spontan bereit erklären zu helfen, wenn gerade mal alles zu viel wird und Deadlines vor der Tür stehen - der Spendenstand auf www.betterplace.org/p70120 Woche für Woche steigt
- Menschen sich für die Idee von Klimaschutz For All begeistern und es bedauern, dass sie als Nicht-Findorffer:innen nicht schon jetzt daran teilnehmen können
- dann spüre ich, dass sich der Einsatz lohnt.

I want you to act as you would in a crisis!

Mir wurde von verschiedenen Seiten geraten, jetzt nicht mit einem Modelllauf in die praktische Umsetzung einzusteigen und stattdessen lieber in Ruhe Projektanträge zu schreiben und dann mit einem angemessenen Projektbudget zu starten. In gewisser Hinsicht wäre das vernünftig. Aber zu sagen "Wir befinden uns in einer Krise!" und dann vielleicht 2 Jahre zu warten bis irgendwelche Anträge genehmigt sind? Das habe ich nicht ausgehalten.

Ich treibe mit Klimaschutz For All ein Projekt voran, dass in mancher Hinsicht eine Nummer zu groß für mich ist. Ich tue es im Vertrauen darauf, dass Leute dazu kommen, denen der Klimaschutz genauso ein Anliegen ist, wie mir; dass ich noch mehr Menschen von der Idee überzeugen kann. In vieler Hinsicht hat das funktioniert: Ich bekomme praktische Unterstützung bei Social Media, der Webseitenpflege, bei Konzeptfragen und der App-Programmierung, bei der Aufnahme von Kontakten in Findorff, beim Stellen von Anträgen und bei der Projektentwicklung. Dafür bin ich sehr dankbar!

Willst du dich auch bei uns einbringen? Einmal oder langfristig? Schreib einfach unverbindlich eine email an info@klimaschutz4all.com. Jede Stunde Flyer austragen hilft!

Heute mal ein Filmstar?!

Ein Crowdfunding-Video wird nicht aus dem Ärmel geschüttelt. Der Rest der Crowdfunding-Kampagne übrigens auch nicht! Umso toller ist es, dass Kathrin die Arbeit von Klimaschutz For All immer wieder mit Filmsequenzen eingefangen hat und sie mit mir das Video konzipiert, gedreht, geschnitten und vertont hat. Herausgekommen ist ein gelungener Film über das, was Klimaschutz For All ausmacht. Und bei der Crowdfunding-Kampagne sind inzwischen fast 8.000 € zusammen gekommen. Eine stolze Summe!

Auch wenn es bis zu den angestrebten 30.000 € noch ein weiter Weg ist, bin ich super glücklich über das, was wir schon erreicht haben. Im Vertrauen auf das Gelingen des Crowdfundings, habe ich meine Stelle als Geschäftsführer der BAUWENDE so reduziert, dass ich 2020 mit einer halben Stelle für Klimaschutz For All arbeiten kann. Damit das finanziell gut zu tragen ist, werde ich einen Minijob bei dem gerade gegründeten Klimaschutz For All e.V. bekommen.

DANKE allen, die dieses Vertrauen belohnt haben :-)

Genug der Worte: Euch allen einen guten Rutsch und ein gutes Neues Jahr, in dem wir weiter zusammen für den Klimaschutz streiten werden. Mit den besten Grüßen euer
Uli (F Wischnath)

Lust auf das kurze Crowdfundingvideo? Hier entlang: https://bit.ly/2Lffmz9

So geht es:

- Du spendest bis Fr. 20.12. um 12:00 Uhr mindestens 20€ für Klimaschutz For All auf www.betterplace.org/p70120

- Ebenfalls bis Fr 20.12. um 12:00 Uhr, teilst du uns über info@klimaschutz4all.com deinen Namen, sowie den Namen und die Adresse des/der Beschenkten mit.

- Wir schreiben hinten auf die Karte einen Gruß wie er im Bild zu sehen ist. Wenn du stattdessen an der Stelle deinen eigenen Grußtext haben möchtest, dann teil uns auch den in deiner email mit.

- Wir verschicken spätestens am 20.12. deine Grußkarte an den/die Beschenkte:n und teilen dir mit, dass der Gruß versendet wurde :-) Und nicht vergessen - Im Moment wird jede Spende aufgestockt, jetzt ist jeder gespendete 1 € = 1,50 € wert!

It's real, it's us , it's bad, experts agree, it's not too late.
Globaler Klimastreik, Weltklimagipfel, erwachsene Menschen, die sich aggressiv an der Medienpräsenz einer wort- und inhaltsgewaltigen Schülerin abarbeiten. Das Thema Klimaschutz steht weit oben auf der Agenda und wird auch von seinen Unterstützer:innen mit immer gemischteren Gefühlen betrachtet: Das eigene schlechte Gewissen nervt - weil man es einfach nicht schafft, so klimafreundlich zu leben, wie man es für richtig hält. Man sieht mit Entsetzen zu, wie Politiker:innen bei weltweiten meetings den Klimaschutz wieder nicht voranbringen. Fühlt Ermüdung und Lähmung, angesichts der Größe und Unübersichtlichkeit der zu bewältigen Aufgaben. Welche Chance soll darin bitte liegen?

Massiv interaktiv
Nach einem Impulsvortrag des Bremer Umweltphysikers Uli F Wischnath begibt sich das Publikum mit der App slido auf die Reise in das kollektive Bewusstsein: Wo sind die Hürden, die aktives Klimaschutzhandeln verhindern? Ist es toll oder grauenhaft, eine CO2 Bilanz von XY Tonnen zu haben? Und wie viel Sinn macht es, als Einzelne/r täglich auf's Neue eine Aufgabe anzugehen, die eines Teams von Superheld:innen mehr als würdig wäre?

Alle sind Teil der Lösung
Mit dem Modellprojekt Klimaschutz For All will der gleichnamige Verein ab Anfang 2020 dazu anleiten, handlungsfähiger in Sachen Klimakrise zu werden: Denn Veränderungen zu erlernen, funktioniert denkbar schlecht im Rahmen eines Katastrophenabwehrprogramms. Stattdessen setzt das Programm auf Lernvorgänge, die auf kreativen, gemeinschaftlichen Prozessen beruhen. Und auf dem Wunsch Veränderungen zugunsten einer positiven Vision zu bewältigen – kann das ein Motor für wirksame Veränderungen und Lust am Klimaschutz sein?



Nach einer spannenden Zeit mit Konzipieren, Drehen, Schneiden, Vertonen und Betiteln unseres neuen Crowdfunding-Videos, haben wir es vor einer Woche online gestellt. Es ist nicht nur viel schöner anzusehen als das Letzte, auch inhaltlich haben wir Klimaschutz For All in den letzten Monaten noch nachgeschärft. Dazu gleich mehr.
Bilanz der ersten Woche unseres Fundraisings: Wir haben gut 700 € an Spenden bekommen und einen Gesamtspendenstand von gut 2.500 € erreicht. VIELEN DANK allen Spender:innen auch auf diesem Weg.

Die Klimakrise ist auch eine Chance
Wenn es eine Sache gibt, deren Wichtigkeit mir in den letzten Monaten und insbesondere Wochen noch bewusster geworden ist, dann ist es, dass wir viel mehr zeigen müssen, dass die Klimakrise auch eine Chance ist. Wir verhalten uns derzeit als Gesellschaft insgesamt so, dass wir einerseits auf die Katastrophe schauen, die uns bevorsteht, wenn wir nicht schnell genug handeln, und andererseits auf all das, was schwieriger wird, wenn wir das Klima schützen. Es erscheint so, als ob die Alternativen wären: Entweder gut leben und den Klimaschutz vernachlässigen oder sich kräftig beschneiden und seiner Verantwortung gegenüber den Menschen gerecht werden, die jetzt schon und noch viel mehr in der Zukunft unter der Klimakatastrophe leiden werden. Das ist Quatsch. Aber leider sind es nicht nur diejenigen, die den Klimaschutz bremsen wollen, die es so darstellen, auch die Klimaschutzbewegung stellt oft den Verzicht in den Vordergrund. Wir werden viel mehr Mitmacher:innen finden, wenn wir eine ansteckende Vision haben.Wir sollten nicht nur mit vernünftigem Verzicht, nachvollziehbarer Wut und berechtigter Frustration unterwegs sein, sondern auch und insbesondere mit dem Bild von einer besseren Welt, dem guten Gefühl, dass sich einstellt, wenn Wissen und Handeln zueinander passen, und mit konkreten Ideen, was zu tun sich wirklich lohnt.

Die Vision eines klimafreundlichen guten Lebens:
- Ich werde mich freuen, wenn ich dann mal in einem Haus lebe, das so gut gedämmt ist, dass ich keine kalten Füße bekomme, wenn ich am Schreibtisch sitze, und das ganz ohne eine hohe Heizkostenrechnung zu zahlen.
- In einer Welt mit einer sinnvoll gestalteten klimafreundlichen Mobilität, wären die meisten unserer Freund:innen und Bekannten, die Opfer von Verkehrsunfällen geworden sind, wahrscheinlich verschont geblieben.
- Krieg um Öl (und andere Energieträger) wird in einer klimaneutralen Welt der Vergangenheit angehören; zumindest, wenn wir vernünftig sind und unseren Energiebedarf senken und den Schwerpunkt unserer Energieerzeugung auf Deutschland legen.
- Wir werden gesünder leben, wenn nicht mehr so viele Abgase aus der Verbrennung von Öl, Gas und Kohle in unserer Atemluft sind Frische Luft, Fitness und ein Stück Kuchen zusätzlich im Kalorienbudget sind die erfreulichen Begleiterscheinungen der Umstellung auf eine Fahrrad- und Fußgänger-zentrierte Mobilität
- Wenn wir so manches, was wir nicht wirklich brauchen, erst gar nicht kaufen, dann gewinnen wir die Freiheit, mit weniger Arbeit unseren Lebensunterhalt verdienen zu können. Und letztlich ist es doch oft die Zeit, die uns heutzutage am dringendsten fehlt.

Auf die Gesamtbilanz kommt es an: Her mit dem klimafreundlichen guten Leben
Klar, es gibt auch Sachen, wo das Weniger nicht mehr ist, sondern Weniger. Es ist schade, wenn bestimmte Urlaubsziele wieder in eine schwerer erreichbare Ferne rücken. Aber die Gesamtbilanz kann eine wirklich gute sein, wenn wir nur dafür sorgen, dass wir die Kurve rechtzeitig kriegen. Lasst uns also Schluss machen damit, dass Klimaschutz im Wesentlichen mit Verzichten und Verboten assoziiert wird. Lasst uns die Vision eines klimafreundlichen guten Lebens an die Wand malen und in die Köpfe vieler Menschen bringen. Diese Bewusstseinsänderung zu bewirken, ist ein wesentlicher Ansporn dafür, das Programm Klimaschutz For All zu verbreiten.

Bitte unterstützt unsere Fundraising-Kampagne
Wir bitten euch alle um Hilfe, damit das Programm weiterentwickelt werden kann. Macht das Fundraising zu einem Erfolg indem ihr spendet und/oder die Kampagne verbreitet. DANKE

Oktober 2019: Vereinsgründung von "Klimaschutz For All"
Im Anschluss an die Veranstaltung am 18.10.19 haben wir Klimaschutz For All als gemeinnützigen Verein gegründet. Das eröffnet die Möglichkeit einen Antrag bei der Bremer Umweltförderung zu stellen, der einen schon gestellten Antrag beim Umweltbundesamtes ergänzen soll.

September 2019: Klimaschutz meets Findorff
Klimaschutz For All war in den letzten Wochen auf diversen Veranstaltungen in Findorff vertreten: Beim Findorffer Sommerfest, beim Schulfest der Oberschule Findorff, beim BioStadt-Tag auf dem Findorff-Markt und beim Straßenfest anlässlich des Marathons. Am Freitag 18.10. haben wir dann selber ein kleines Fest gemacht unter dem Motto "Kaffee, Kuchen, Klimaschutz" im Klimacafé in der Münchener Str. 146, das von unserem Kooperationspartner, der Klimazone Findorff, betrieben wird.

August 2019: Start des Modelllaufs im Januar 2020
Den Start des Modelllaufs haben wir jetzt für den 11.1.2020 festgelegt. Wir werden den Modelllauf im Bremer Stadtteil Findorff mit 40 Menschen durchführen; die Werbung von Teilnehmenden hat begonnen; die ersten 12 haben sich auch schon angemeldet! Der Modelllauf wird ein co-kreativer Prozess, in dem das Programm durch die Rückmeldungen der Teilnehmenden stetig verbessert wird.

Juli 2019: Proof of Concept auf der Breminale und Teilnahme an der Climate Action Challenge
Das Konzept des Programms wurde im Juli auf der Breminale in Kooperation mit InnoQuarter einem proof-of-concept-Test unterzogen. Die Rückmeldungen waren sehr positiv und die Tatsache, dass das Programm einen Nerv trifft, wird auch durch die Rückmeldungen bei der Werbung von Teilnehmenden und die ersten Anmeldungen bestätigt (s. u.). Klimaschutz For All ist seit 1. Juli Teil der Climate Action Challenge der Social Acceleration Platform ProjectTogether. Über diese Plattform bekommen wir Unterstützung in Form von wertvollen Kontakten, einer Community von Gleichgesinnten und – ganz wichtig – durch ein sehr hilfreiches Coaching. Vielen Dank an Karin Tanger!

Mai 2019: 2000 € Spenden und 3 neue Mitstreiterinnen
Im ersten Anlauf der Fundraisingkampagne sind ca. 2000€ zusammengekommen und drei der in diesem Rahmen Angesprochenen arbeiten seitdem regelmäßig bei der Weiterentwicklung des Programms mit. Vervollständigt wird der Kreis der Aktiven durch die Klimazone Findorff als Kooperationspartnerin für den Modelllauf.

 

27.09.2019 Klimapaket der Bundesregierung: Note mangelhaft

Das Klimapaket – eine schwere Enttäuschung
Fridays for Future geht seit 9 Monaten auf die Straße und fordert von der Politik, beim Klimaschutz zu handeln. Und zwar so, dass der globalen Gerechtigkeit und der Gerechtigkeit zwischen den Generationen Rechnung getragen wird. Nun hat die deutsche Bundesregierung geantwortet: Sie hat ein Klimapaketchen geschnürt, das kleiner ist als alles, was die von der Regierung bestellten Gutachter empfohlen hatten. Begründet wird dies damit, dass den Bürger:innen nicht mehr zugemutet werden kann.

Das hohe Bewusstsein für das Thema Klima hätte mehr möglich gemacht.
Der Grundgedanke, dass Klimaschutz nur funktioniert, wenn er die Menschen nicht überfordert, ist richtig und wichtig, und ist auch bei Klimaschutz For All ein zentrales Element. Gleichzeitig müssen wir mit großen Schritten in Richtung Klimaneutralität voran schreiten, wenn wir die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens einhalten und eine Klimakatastrophe vermeiden wollen. In dieser Situation ist es die Aufgabe der Regierung den Bürger:innen zu erklären, dass besondere Umstände besondere Maßnahmen erfordern. Und sie muss die soziale Härten abfedern, die mit den Maßnahmen einhergehen. Vor dem Hintergrund, dass Klimaschutz mehr als 80 % der Menschen in Deutschland wichtig ist, sind gute Voraussetzungen dafür gegeben, dass ein ambitionierter und sozial ausgewogener Klimaschutz auf Akzeptanz stößt – wenn er denn gut erklärt wird.

Das Klimapaket ist eine Zumutung – für alle, die jetzt und später unter den Folgen des Klimawandels leiden
Das jetzt geschnürte Klimapaketchen hingegen bedeutet, anderen eine große Bürde aufzuladen: Den Menschen im globalen Süden, die schon jetzt vermehrt unter Dürren, Überflutungen und Wirbelstürmen als Folgen des Klimawandels am stärksten leiden, und den jungen und nachfolgenden Generationen, die in einer Welt mit schweren ökologischen und gesellschaftlichen Verwerfungen wird leben müssen. Anderen Menschen wird damit sehr viel zugemutet, um den Bürger:innen heute Zumutungen zu ersparen, die im Vergleich dazu relativ harmlos sind.

Das wenige, was beschlossen wurde, ist unwirksam und ungerecht
Konkret ist der Kernpunkt der Kritik am Klimapaket der viel zu geringe Preis für CO2, der zudem erst in zwei Jahren erhoben werden soll. Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Berater der Regierung zum Thema Klimaschutz, hat vorgeschlagen, mit einem Preis von 50 Euro pro Tonne einzusteigen. Die Regierung hat ihn allerdings bei 10 Euro angesetzt.
Zusätzlich gibt es ein Sammelsurium von Einzelmaßnahmen mit fraglicher Wirksamkeit. Die Erhöhung des Spritpreises durch die CO2-Abgabe z. B wird für Pendler:innen durch eine höhere Pendler:innenpauschale in einem Maße kompensiert, dass diese teilweise am Ende besser dastehen als vorher. Am profitabelsten ist diese Regelung für diejenigen, die weite Strecken fahren und hohe Steuern zahlen. Unseres Erachtens wird das dem Anspruch eines sozial ausgewogenen ökologischen Umbaus nicht gerecht.
Von verschiedenen Seiten wird der Umfang des Pakets gelobt: 50 Milliarden Euro sollen ausgegeben werden. Aber es kommt eben nicht darauf an, dass viel Geld, sondern dass es sinnvoll ausgegeben wird. Das ist an vielen Stellen fraglich.

Die Politik muss spüren, dass dieses Paketchen nicht ausreicht – tun wir was dafür!

Mit Klimaschutz For All machen wir eigene Schritte zur Verringerung unseres eigenen CO2-Fußabdruckes. Ein Ziel davon ist, dass der Politik gezeigt wird, dass ambitionierte Klimapolitik auch auf Gegenliebe stößt. Daneben wird es in den nächsten Monaten besonders wichtig sein, sich gesellschaftlich und/oder politisch zu engagieren, um so Druck aufzubauen, dass das Klimapaket noch mal sinnvoll neu geschnürt wird.

Was können wir persönlich dafür tun? Am 29.11. ist der nächste Globale Klimastreik; da wollen wir noch mehr Menschen auf der Straße sein und Farbe bekennen. Kommst du? Und wen bringst du mit? Zudem  macht es Sinn Politiker:innen Briefe oder Emails zu schreiben, in denen wir zum Ausdruck bringen, was wir erwarten. Und es wird auch noch eine Reihe von Petitionen und Kampagnen geben, die durch weitere Unterschriften und Beteiligung an Gewicht gewinnen. Eine von vielen Umweltverbänden und anderen NGOs getragene Petition wurde schon gestartet und hat nur eine Woche nach dem Klimapaket-Disaster schon 270.000 Unterschriften.

Noch gibt es viele Wege zum Klimaschutz – zeigen wir der Regierung, dass die eingeschlagene Richtung in mancher Hinsicht zwar stimmen mag, aber dass dieses Paketchen keineswegs ausreichend ist.

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Termine

aktuelle Termine:

Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, richtet Klimaschutz For All bis Ostern keine öffentlichen Veranstaltungen aus. Interessierte sind aber herzlich eingeladen sich in der

Infozeit am Freitag den
- 20.3. 15-18 Uhr und am
- 27.3. 15-17 Uhr an uns zu wenden:
im Facebook-Chat bei @klimaschutz4all oder telefonisch bzw. per WhatsApp unter 0176-64059904.

Danach ist auch K4all in den Osterferien. Wie es danach weitergeht, werdet ihr rechtzeitig hier erfahren.

Fast jeden Freitag, 15– 18 Uhr, Infozeit im KlimaCafé Findorff, Münchener Straße 146

Fragen zu Klimaschutz For All? Lust mal eine Minibilanz zu machen und zu sehen, wo du mit deinem CO2-Fußabdruck im Vergleich zu den Klimaschutzzielen stehst? Fragst du dich, was mit dem Begriff Handabdruck eigentlich gemeint ist und wie sich der vergrößern lässt? Oder du hast einfach eine Frage zum Thema Klimaschutz und Klimawandel? Dann komm einfach vorbei: Wir beschnacken das!